Internationales Jahr der Astronomie an der FBS

- Gespannt, nachdenklich und sehr aufmerksam wird zugehört.

- So, nun geht´s ans »Eingemachte«.

- Wie aus Wasserstoff Deuterium wird.

- Im Sonnenobservatorium in Bad Salzschlirf.
Die letzten Klausuren sind geschrieben, das Wetter ist eigentlich viel zu schön, nur noch wenige Unterrichtsstunden bis zur mündlichen Abiturprüfung, die Luft ist raus. Die Schüler der Abiturklasse der Ferdinand-Braun-Schule lassen sich dennoch durch die spannend gehaltenen Vorträge von Herrn Michael Passarge, einem engagierten Astronom, in die Tiefen des Weltalls entführen. Von besonderem Interesse war unser Heimatstern, die Sonne.
Nach Erläuterungen, zu Entfernung, Größe, Drehgeschwindigkeit, Temperatur- und Druckverhältnissen, sowie Beobachtbarem in unterschiedlichen Wellenlängen, wurde der Blick hin zum komplexen Magnetfeld und seinen Auswirkungen auf die aus der Sonne herausschießenden Gase gelenkt. Anhand einer im Licht der Wasserstofflinie gewonnenen Sonnenaufnahme erhielten die Abiturienten einen Einblick darüber, wie die Hauptmagnetfeldlinien aus diesen Bildern heraus erkannt werden und mit Hilfe von Computerprogrammen folgerichtig auf eine dreidimensional Sonnenanimation projiziert werden kann, um so Rückschlüsse über ihre Intensität, sowie ihre Wechselwirkung ziehen zu können.
Schrittweise drang der Referent dann gemeinsam mit den Abiturienten ins Zentrum der Sonne vor, wobei drei "wagemutigen" Probanten unter "körperlichem Einsatz" und Freude am Experiment den sogenannten "Proton-Proton-Zyklus", den Hauptzyklus der Sonne, mit ihren Händen darstellten und so den Verschmelzungsprozess im Inneren der Sonne deutlich werden ließen. Alle verfolgten aufmerksam diesen mit Händen dargestellten Kernfusionsprozess und konnten dadurch erfahren, wie einfach sich die Abläufe im Inneren der Sonne darstellen lassen und warum unser Zentralstern seit rund 4,5 Milliarden Jahren Energie in unterschiedlicher Ausprägung hervorbringt und warum er dennoch kein Perpetuum Mobile ist.
Im weiteren Verlauf ging es noch um die Frage: "Warum sind seit Monaten keine Sonnenflecken beobachtbar?" und das, obgleich der neue Sonnenfleckenzyklus schon vor 16 Monaten begonnen hat. Der dritte Termin fand am Sonnenobservatorium in Bad Salzschlirf statt, wo Herr Passarge mit seinen detaillierten Fachkenntnissen den Schülern die Präzisionstechnik optischer Geräte anschaulich verständlich machte.
Der Physik-LK des BG13 möchte sich hiermit nochmals beim Herrn Passarge herzlich bedanken.
Fulda 25-5-2009







