900 000 Kilo­me­ter bis zum Abitur – Ver­ab­schie­dung der BG-Klas­sen FBS 2017

Nach dem Got­tes­dienst im Medi­en­zen­trum ver­ab­schie­de­te Schul­lei­ter Tho­mas Rem­mert die jun­gen Men­schen mit der Gewiss­heit, dass sie bes­te Berufs­aus­sich­ten hät­ten, es sei bei­na­he über­flüs­sig, dies extra zu erwäh­nen. Doch gab er ihnen auch mit auf den Weg, dass das Ler­nen nie­mals auf­hö­re, ganz gleich ob man stu­die­re, ob man rei­se oder den Job wechs­le. Unter Ver­weis auf die Abspal­tungs­ten­den­zen in Euro­pa, rief er die Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten dazu auf, sich über­all für die Demo­kra­tie ein­zu­set­zen, wert­ori­en­tiert zu den­ken und zu han­deln. »Die Wür­de des Men­schen ist unan­tast­bar«, so Rem­mert, und: »Demo­kra­tie hört da auf, wo die Men­schen­wür­de miss­ach­tet wird«. Zugleich mach­te er den jun­gen Men­schen Mut, es mit den Her­aus­for­de­run­gen des Lebens zuver­sicht­lich aufzunehmen.

Tutor Cars­ten Rath­ge­ber hat­te für sei­ne Rede aus­ge­rech­net, wie vie­le Kilo­me­ter Wege die Abi-Klas­sen für die zurück­ge­leg­ten Stre­cken in und zur FBS auf­ge­wen­det hät­ten: 900 000 Kilo­me­ter = drei­mal von der Erde bis zum Mond. Von die­sen Wegen kam er zu den geis­ti­gen Wegen vom alten Rom bis zum moder­nen Euro­pa, von Tha­les über Schil­ler bis Hei­sen­berg, von poli­ti­schen Theo­ri­en bis hin zu »Indus­trie 4.0«. Die FBS ver­glich er mit einem Hafen und die jun­gen Men­schen mit bela­de­nen Schif­fen, die nun hin­aus auf’s Meer fah­ren wür­den — aus­ge­rüs­tet mit Kom­pass und Kar­ten. Instru­men­ten, mit denen man im Lärm der Welt auch die lei­sen Töne hören kön­ne, zum Bei­spiel die Stim­me der Ver­nunft, die »im Hin­ter­grund gedul­dig mahnt.« Schließ­lich mach­te er ihnen Mut auf ande­re Städ­te, Län­der und auf neue Freundschaften.

Auch Roland Voll­mer, Sohn des Stif­ters Ewald Voll­mer, hat­te gute Rat­schlä­ge für das Erwach­sen­wer­den mit­ge­bracht. Er über­reich­te den För­der­preis der Ewald-Voll­mer-Stif­tung an die Jahr­gangs­bes­ten der Fach­rich­tun­gen Maschi­nen­bau, Elek­tro­tech­nik und Daten­ver­ar­bei­tung­tech­nik Jonas Sorg, Chris­to­pher Haus­mann und Jonas Herget.

Für die Abitu­ri­en­ten­klas­sen sprach Felix Hen­kel und spar­te weder mit Dank noch mit Kri­tik. Sein Dank galt der Schu­le, den Lehr­kräf­ten, den Eltern und auch den Mit­schü­le­rin­nen und Mit­schü­lern. Kri­tik übt er an den Lehr­plä­nen: »Ent­schei­dend sind nicht Noten, son­dern Inhalte.«

Der Abtei­lungs­lei­ter des Beruf­li­chen Gym­na­si­ums, Gün­ter Stre­litz führ­te durch die Ver­lei­hung wei­te­rer Aus­zeich­nun­gen und das Über­rei­chen der Abiturzeugnisse.

Für den bes­ten Noten­durch­schnitt bis 1,9 an Jonas Sorg, Timo Wort­berg, Chris­to­pher Haus­mann, Jonas Her­get und Felix Henkel.

Aus­zeich­nun­gen der Deut­schen Phy­si­ka­li­schen Gesell­schaft gin­gen an Chris­to­pher Haus­mann, Nathan Har­den­berg, Jona­than Mül­ler, Jonas Sorg und Timo Wortberg.

Für ihr beson­de­res Enga­ge­ment in der Schü­ler­ver­tre­tung wur­den Sofie Rich­ter, Kevin Wolf und Moritz Kreutz geehrt, und eine beson­de­re Wür­di­gung erhielt Kevin Wolf für sei­ne Mit­wir­kung am Schulsanitätsdienst.

Schließ­lich erhiel­ten 43 jun­ge Män­ner und 4 jun­ge Frau­en ihre Abschluss­zeug­nis­se aus den Hän­den ihrer Tuto­ren, Frau Kirch­ner-Wie­gand, Herrn Schloß­bau­er, Herrn Rath­ge­ber sowie Schul­lei­ter Tho­mas Remmert.

Die musi­ka­li­sche Gestal­tung der Leh­rer­band hat­ten Mar­kus Schmitt (Gesang), Ngo­zi Gamisch (Key­boards, Gesang), Alex­an­der Kleiss (Schlag­zeug), Peter Wein­and (Bass) und Mar­kus Wan­ko (Gitar­re, Gesang).

Fotos: Tho­mas Landgraf