Ist das Wasser die Kohle der Zukunft?

Eine Technikerklasse besucht das Brennstoffzellenforum

Das Wasser ist die Kohle der Zukunft. Die Energie von morgen ist Wasser, das durch elektrischen Strom zerlegt worden ist. Die so zerlegten Elemente des Wassers, Wasserstoff und Sauerstoff, werden auf unabsehbare Zeit hinaus die Energieversorgung der Erde sichern.

Jules Vernes,
Aus dem Werk: Die geheimnisvolle Insel, 1870

Der Diesel ist angeblich tot, in den Großstädten drohen Fahrverbote, die Erdölreserven scheinen langsam aber sicher zu Ende zu gehen und Reichweite und Kaufpreise von Elektroautos sind alles andere als überzeugend.
Wie geht es denn dann jetzt weiter in Sachen Mobilität?
Wir haben uns doch alle daran gewöhnt, an den Kurzurlaub am Wochenende, die Fortbildung am anderen Ende Deutschlands, die Familienbesuche aus der Großstadt in die ländliche Heimat – und alles mit dem eigenen Pkw.
Diese und ähnliche Fragen diskutieren wir immer wieder kontrovers bis einvernehmlich in den Klassen der Fachschule für Karosserie- und Fahrzeugtechnik. Und einmal jährlich diskutieren Experten und Interessierte dieselben Fragen gemeinsam im Brennstoffzellenforum, welches mögliche Antworten vor allem im Bereich der Brennstoffzellentechnologie anbietet. Und jedes Jahr lädt der Veranstalter, die Wasserstoff- und Brennstoffzellen Initiative Hessen e.V, dazu großzügig eine Klasse von angehenden Technikerinnen und Technikern zur Teilnahme an der Konferenz ein.
Dieses Jahr durfte die Klasse 01TVK teilnehmen und unterschiedliche Eindrücke sammeln, verschiedenen Fachvorträgen folgen, in den Pausen kritisch mit den Fachleuten diskutieren und ein bisschen Kongressatmosphäre mit Stehkaffee, Schnittchen, Meet and Greet und viel Schlips und Krawatte aufsaugen. Im Moment vielleicht noch ein ganz neues Gefühl, als angehender Techniker irgendwann einmal aber sicher ein Stück weit beruflicher Alltag. Und so war der Konferenzbesuch in jeder Hinsicht ein bisschen Fenster zur Zukunft.
Und nicht zuletzt nutzen einige der teilnehmenden Studierenden auch die Möglichkeit, selbst einmal ein Brennstoffzellenfahrzeug zu fahren; und konnten so das ganz besondere Fahrgefühl eines solchen Antriebs selbst erleben. Alles in allem also ein gelungener Tag trotz weiter Anreise.
An dieser Stelle abschließend ein herzliches Dankeschön an die Wasserstoff- und Brennstoffzellen Initiative Hessen e.V für die freundliche Aufnahmen und aus Sicht der begleitenden Lehrerin auch ein Dankeschön an die Studierenden, die sich mit Lust und Neugier auch auf solche gemeinsamen Exkursionen einlassen.