Die FBS verabschiedet zwei Schulleitungs-Mitglieder in den Ruhestand

Abschied trotz vol­ler Fahrt

Ihr letz­tes Jahr als akti­ves Mit­glied der Schul­lei­tung in der Fer­di­nand-Braun-Schu­le hat­ten sich die bei­den Kol­le­gen Gün­ter Stre­litz und Klaus-Die­ter Hap­pel eigent­lich anders vor­ge­stellt. Wie üblich, wenn der Ein­tritt in die Pen­si­ons­zeit defi­niert ist, woll­ten bei­de neben dem „nor­ma­len“ Schul­all­tag das zwei­te Schul­halb­jahr dazu nut­zen, um ihre jewei­li­gen Ver­ant­wor­tungs­be­rei­che so über­ga­be­be­reit zu orga­ni­sie­ren, dass die noch zu fin­den­den Nach­fol­ger die Geschi­cke jeweils gut wei­ter­füh­ren kön­nen. Die Coro­na-Kri­se mach­te die­se Pla­nun­gen zunich­te und so haben bei­de bis zuletzt mit vol­ler Fahrt und ohne die geplan­ten Ver­ab­schie­dungs­fei­ern Ihre Urkun­den über die Ver­set­zung in den Ruhe­stand von der stell­ver­tre­ten­den Schul­lei­te­rin Ulri­ke Vog­ler ent­ge­gen­ge­nom­men.

Gün­ter Stre­litz begann sei­ne Lehr­tä­tig­keit im Berufs­feld Metall­tech­nik und dem Unter­richts­fach Poli­tik u. Wirt­schaft im Febru­ar 1982 an der Fer­di­nand-Braun-Schu­le. Im Mai 2019 bedank­te sich das Land Hes­sen bei ihm für 40 Dienst­jah­re; eine Aus­zeich­nung, die nur weni­ge erhal­ten. Mit der Beför­de­rung zum Stu­di­en­di­rek­tor wur­de Gün­ter Stre­litz im Jahr 2003 dann die Ver­ant­wor­tung für das Beruf­li­che Gym­na­si­um mit den Schwer­punk­ten Maschi­nen­bau, Elek­tro­tech­nik und Daten­ver­ar­bei­tungs­tech­nik über­tra­gen.

Wäh­rend die­ser Zeit hat er vie­le jun­ge Men­schen sou­ve­rän und mit höchs­ter Kom­pe­tenz und Zuver­läs­sig­keit zu ihren ganz per­sön­li­chen Zukunfts­al­ter­na­ti­ven bera­ten, sie betreut und letzt­lich zur All­ge­mei­nen Hoch­schul­rei­fe geführt. Nun war sein letz­ter Abitur-Jahr­gang geprägt von der Coro­na- Pan­de­mie und den vie­len Beson­der­hei­ten, die es bei der Durch­füh­rung des Lan­des­ab­iturs zu beach­ten gab. Von den dies­jäh­ri­gen Abitu­ri­en­tin­nen und Abitu­ri­en­ten hat Gün­ter Stre­litz bei deren Ver­ab­schie­dungs­fei­er viel Lob für das Schaf­fen von best­mög­li­chen und für­sorg­li­chen Prü­fungs­be­din­gun­gen geern­tet; das war ihm aber auch immer wich­tig. Wäh­rend Stre­litz‘ Zeit als Abtei­lungs­lei­ter für das Beruf­li­che Gym­na­si­um hat­te auch immer die gute Koope­ra­ti­on mit den benach­bar­ten beruf­li­chen Schu­len Prio­ri­tät, wenn es dar­um ging, den Schü­le­rin­nen und Schü­lern opti­ma­les Kurs­an­ge­bot zu ermög­li­chen. Zusätz­lich zur Ver­ant­wor­tung für

das BG gehör­ten aus dem Berufs­schul­be­reich auch alle Aus­bil­dungs­be­ru­fe, die zum Schwer­punkt Fahr­zeug­tech­nik und Mobi­li­tät zäh­len. In enger Zusam­men­ar­beit mit den Kam­mern und Innun­gen sorg­te Gün­ter Stre­litz zuver­läs­sig für opti­ma­le Aus­bil­dungs­be­din­gun­gen im dua­len Sys­tem. Über die Moder­ni­sie­rung der Kfz-Werk­stät­ten, die durch die Stadt Ful­da als Schul­trä­ger gera­de erfolgt und die Gün­ter Stre­litz zusam­men mit dem Lehr­kräf­te­team geplant hat, wird er sich im nächs­ten Som­mer dann als Gast bei der Ein­wei­hung freu­en kön­nen.

Klaus-Die­ter Hap­pel war seit August 1990 an der Fer­di­nand-Braun-Schu­le tätig und unter­rich­te­te im Berufs­feld Elek­tro­tech­nik sowie im Unter­richts­fach Mathe­ma­tik. Seit April 2013 durf­te Klaus-Die­ter Hap­pel dann als Stu­di­en­di­rek­tor die Ver­ant­wor­tung für die elek­tro­tech­ni­schen sowie infor­ma­ti­ons­tech­ni­schen Aus­bil­dungs­be­ru­fe über­neh­men. Gera­de die tech­ni­sche Fort­ent­wick­lung, die die Digi­ta­li­sie­rung und Indus­trie 4.0 mit sich brin­gen, hat­ten gro­ßen Ein­fluss auf die Arbeit des Abtei­lungs­lei­ters. So stan­den auch hier der Auf­bau von Koope­ra­tio­nen mit den Aus­bil­dungs­un­ter­neh­men im Zen­trum des Tuns sowie die Anpas­sung der Unter­richts­me­tho­den an moder­ne Erfor­der­nis­se. Klaus-Die­ter Hap­pel för­der­te in die­sem Zusam­men­hang beson­ders die Team­ar­beit der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, die dann den Aus­zu­bil­den­den von schu­li­scher Sei­te opti­ma­le Vor­aus­set­zun­gen für ein erfolg­rei­ches Absol­vie­ren ihrer Aus­bil­dungs­zeit ermög­li­chen. Zudem zeich­ne­te sich Klaus-Die­ter Hap­pel in den letz­ten Jah­ren ver­ant­wort­lich für die kon­kre­te Stun­den­pla­nung. Der Stun­den- und Ver­tre­tungs­plan gilt in jeder Schu­le als ein wich­ti­ges Instru­ment für die Qua­li­täts­ent­wick­lung und Qua­li­täts­si­che­rung. Sei­ne Erfah­rung und sein gro­ßes Wis­sen über Bedin­gun­gen und Hin­ter­grün­de wer­den nicht so schnell auf­hol­bar sein.

Die Schul­ge­mein­de ver­ab­schie­de­te bei­de Kol­le­gen auf­grund der Coro­na-Kri­se nur in klei­ne­rem Kreis. Die stell­ver­tre­ten­de Schul­lei­te­rin Ulri­ke Vog­ler wünsch­te den bei­den Pen­sio­nä­ren für die wei­te­re Zukunft viel Gesund­heit und Freu­de bei ihrem pri­va­ten Tun. Sie bedank­te sich für die geleis­te­te Arbeit und ver­si­cher­te allen Anwe­sen­den, dass bei­de ele­men­tar wich­ti­ge Mit­ge­stal­ter bei der Wei­ter­ent­wick­lung der Fer­di­nand- Braun-Schu­le zum Kom­pe­tenz­zen­trum für Tech­nik und Gestal­tung in der Regi­on waren. Die Schu­le wer­de noch lan­ge die Früch­te des Den­kens und Tuns von Stre­litz und Hap­pel ern­ten kön­nen.