Projektarbeiten 2018

In der Fer­di­nand-Braun-Schu­le Ful­da fan­den sich an drei Vor­mit­ta­gen tech­nisch inter­es­sier­te Gäs­te aus Indus­trie und Hand­werk ein, um sich die Pro­jekt­pä­sen­ta­tio­nen der ange­hen­den staat­lich geprüf­ten Tech­ni­ke­rin­nen und Tech­ni­ker anzu­se­hen. Die vor­ge­stell­ten 29 Pro­jek­te beschäf­tig­ten sich mit kon­kre­ten Auf­ga­ben­stel­lun­gen regio­na­ler Unter­neh­men der Elek­tro­tech­nik, des Maschi­nen­baus, der Karos­se­rie- und Fahr­zeug­tech­nik.

Die tech­ni­schen Auf­ga­ben­stel­lun­gen wur­den jeweils im Team von zwei bis vier Stu­die­ren­den der Fach­schu­le für Tech­nik in acht Mona­ten bear­bei­tet. Betreut wur­den die Stu­die­ren­den wäh­rend ihrer Abschluss­ar­beit von Inge­nieu­ren der Unter­neh­men und der Fer­di­nand-Braun-Schu­le. Die tech­ni­schen Lösun­gen der Pro­jekt­auf­ga­ben konn­ten jeweils nach den 15-minü­ti­gen Kurz­vor­trä­gen im Medi­en­zen­trum der Schu­le begut­ach­tet wer­den. Pro­jekt­er­geb­nis­se, die in trans­por­ta­blen Bau­grup­pen umge­setzt wur­den, waren zu Demons­tra­ti­ons­zwe­cken im Medi­en­zen­trum auf­ge­baut. Pro­jekt­er­geb­nis­se, die in den Unter­neh­men bereits umge­setzt sind oder noch umge­setzt wer­den, wur­den anhand von Video- oder Ani­ma­ti­ons-Clips prä­sen­tiert.

In Zusam­men­ar­beit mit der Fir­ma JUMO GmbH & Co. KG ent­wi­ckel­ten die Stu­die­ren­den Lukas Ebert, Micha­el Küm­mel und Ste­fan Len­hard zwei Vari­an­ten zur auto­ma­ti­sier­ten Umste­ckung von Druck­sen­so­ren, die von einer Anlie­fe­rungs­pa­let­te auf ein fir­men­ei­ge­nes Trans­port­sys­tem mit Hil­fe eines sech­sach­si­gen Robo­ter­arms umge­steckt und aus­ge­rich­tet wer­den. Die Stu­die­ren­den kon­stru­ier­ten hier­zu zwei unter­schied­li­che Grei­fer­sys­te­me, die an den Robo­ter­arm ange­dockt wer­den. Für bei­de Grei­fer­sys­te­me pro­gram­mier­ten sie anschlie­ßend eige­ne Robo­ter­steue­run­gen, die über ein Kame­ra­sys­tem kon­trol­liert wer­den. Die Besu­cher konn­ten in einer Vor­füh­rung im Medi­en­zen­trum dem Robo­ter beim Umste­cken der Druck­sen­so­ren zuschau­en.

[read more=„Weiterlesen“ less=„Weniger lesen“] Ein Pro­jekt, das von den Stu­die­ren­den Joshua Kreu­der und Mar­cel Kno­bloch in Koope­ra­ti­on mit der Fir­ma EDAG Engi­nee­ring GmbH bear­bei­tet wur­de, kon­zi­piert­für die EDAG Light CAB ein neu­es Schei­ben­rei­ni­gungs­sys­tem für die Last­kraft­wa­gen­ka­bi­ne. Das Sys­tem ist ober­halb der Wind­schutz­schei­be ange­bracht und aero­dy­na­misch opti­miert.

Die Stu­die­ren­den Lukas Kurz und Hen­ning Berg setz­ten ihre Pro­jekt­ar­beit in Koope­ra­ti­on mit der Fir­ma Ondal Medi­cal Sys­tems GmbH aus Hün­feld um. Ihre Auf­ga­be war es, eine neue Vari­an­te einer deckenmontierten,höhenverstellbaren Ver­sor­gungs­kon­so­le zu ent­wi­ckeln, wie man sie aus Arzt­pra­xen kennt. Die ent­wi­ckel­te Vari­an­te erfüllt die von Ondal defi­nier­ten Kri­te­ri­en und inte­griert zugleich vie­le Kom­po­nen­ten, die Ondal Medi­cal Sys­tems GmbH bereits in vor­han­de­nen Ver­sor­gungs­kon­so­len ver­baut, womit Pro­duk­ti­ons­kos­ten für die neue Vari­an­te ein­ge­spart wer­den kön­nen. Ein Pro­to­typ der neu­en Ver­sor­gungs­kon­so­le wur­de dem Publi­kum im Medi­en­zen­trum der Fer­di­nand-Braun-Schu­le vor­ge­stellt.

Die Stu­die­ren­den Niko­lai Kel­ler, Chris­ti­an Happ und Niklas Döpp­ner kon­stru­ier­ten einen Trans­port- und Lackier­wa­gen für ver­schie­de­ne Hub­ge­rüs­te des Unter­neh­mens HUBTEX Maschi­nen­bau GmbH & Co. KG. Die beson­de­re Her­aus­for­de­rung bestand dar­in, den Trans­port- und Lackier­wa­gen so zu kon­stru­ie­ren, dass eine voll­stän­di­ge und siche­re Lackie­rung aller Flä­chen der Hub­ge­rüs­te ein­schließ­lich der Auf­la­ge- bzw. Hal­te­punk­te gewähr­leis­tet wird. Zudem muss sich der Trans­port- und Lackier­wa­gen für unter­schied­li­che Hub­ge­rüst­va­ri­an­ten eig­nen.

Ziel des Pro­jekts »Luft­an­sau­gung Toyo­ta GT86« von Patrick Baran und Gre­gor Schwab war es, eine aero­dy­na­misch opti­mier­te Luft­an­sau­gung für einen Toyo­ta GT86 zu ent­wi­ckeln. Die zu ent­wi­ckeln­de Ansau­gung soll sich hin­sicht­lich der Luft­füh­rung, des End­prei­ses und der Optik von vor­han­de­nen Pro­duk­ten auf dem Markt her­vor­he­ben. Geplant ist, dass das von den Stu­die­ren­den ent­wi­ckel­te Pro­dukt aus einem Faser­ver­bund­werk­stoff (z. B. CFK) gefer­tigt wird, um zusätz­lich noch eine Gewichts­er­spar­nis zu errei­chen.

»Kon­zi­pie­rung und Kon­struk­ti­on eines ein­zieh­ba­ren Tür­griffs«, so lau­te­te die Auf­ga­be für die ange­hen­den staat­lich geprüf­ten Tech­ni­ker Phil­ipp Kirsch und Roman Worschech. Sie kon­stru­ier­ten einen Griff, der bei Ent­rie­ge­lung des Fahr­zeugs auto­ma­tisch aus­fährt und bei einer ein­ge­stell­ten Fahr­zeug­ge­schwin­dig­keit selb­stän­dig ein­fährt. Die aero­dy­na­mi­sche Ver­bes­se­rung eines Fahr­zeugs mit dem ent­wi­ckel­ten ein­zieh­ba­ren Tür­griff konn­te durch Berech­nun­gen nach­ge­wie­sen wer­den.

Die Pro­jekt­grup­pe Cars­ten Barth und Den­nis Klein führ­te ihr Tech­ni­ker­pro­jekt in Zusam­men­ar­beit mit der Fir­ma TLT-Tur­bo GmbH in Bad Hers­feld durch. Die Pro­jekt­auf­ga­be bestand dar­in, den Auto­ma­ti­sie­rungs­grad der Ven­ti­la­to­ren­fer­ti­gung zu opti­mie­ren. Kon­kret wur­de eine Mach­bar­keits- und Wirt­schaft­lich­keits­stu­die für die beab­sich­tig­te Umstel­lung der bis­he­ri­gen Hand­schwei­ßung der Ven­ti­la­to­ren­lauf­rä­der auf eine Robo­ter­schwei­ßung durch­ge­führt. Eine abschlie­ßen­de Amor­ti­sa­ti­ons­rech­nung lie­fert der Fir­ma TLT-Tur­bo GmbH wich­ti­ge Ent­schei­dungs­hil­fen für den Aus­bau der Robo­ter­fer­ti­gung.

Im Pro­jekt »Die Opti­mie­rung einer Anla­ge zur Ver­ein­ze­lung von Kanü­len pla­nen« der Stu­die­ren­den Men­ke Ritz und Mat­thi­as Schmack wur­de eine vor­han­de­ne Ver­ein­ze­lungs­tech­nik opti­miert und mit einer zusätz­li­chen Radi­en- und Fasen­er­ken­nung erwei­tert. Die Ver­ein­ze­lung steht im Zusam­men­hang mit einem Robo­ter und dient der Ver­ar­bei­tung von Kanü­len im Rah­men der Medi­zin­tech­nik. Der Auf­trag für das Pro­jekt wur­de von der Möl­ler Medi­cal GmbH gestellt.[/read]