Gigantonomie und Massenpropaganda

Exkursion der Geschichtskurse zum ehemaligen Reichsparteitagsgelände nach Nürnberg

Trotz strö­men­den Regens erkun­de­ten die Geschichts­kur­se des Beruf­li­chen Gym­na­si­ums mit ihren drei Leh­re­rin­nen StR‘in Sie­ver­ding, StR’in Dr. Braun und OStR’in Brecht­ken das sehr weit­läu­fi­ge Gebiet des ehe­ma­li­gen Reichs­par­tei­tags­ge­län­des in Nürn­berg. Nicht zuletzt durch die sehr fach­kun­di­ge Füh­rung des Geschichts­ver­eins “Geschich­te für alle“ wur­de die Gigan­to­no­mie der Bau­ten und deren Pro­pa­gan­da­zwe­cke mit ihrer men­schen­ver­ach­ten­den Ziel­set­zung mehr als deut­lich. Die­se beein­dru­cken­de Exkur­si­on konn­te dank der Unter­stüt­zung durch die Stadt Ful­da nun schon wie­der­holt an der Fer­di­nand-Braun-Schu­le durch­ge­führt wer­den.
Für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler über­ra­schend und teil­wei­se irri­tie­rend bleibt der Ein­druck, der durch die moder­ne Nut­zung eini­ger Gebäu­de und Flä­chen ent­stan­den ist: so wird z. B. die Oper aus Reno­vie­rungs­grün­den des Stamm­hau­ses mit einem neu­en Gebäu­de in das Rund der Kon­gress­hal­le ein­zie­hen, was den Platz auch visu­ell stark ver­än­dern wird. Ist das trag­bar, an einem Täter­ort Kul­tur dar­zu­brin­gen? Oder ist Kul­tur nicht viel­leicht sogar gera­de nötig, um die­se unheim­li­che Fas­zi­na­ti­on die­ses Ortes zu bre­chen? 
Die­se und mehr Fra­gen wer­den im Unter­richt zu dis­ku­tie­ren sein.