Automatisierungstechnik

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Aufstiegsfortbildung für Absolventinnen und Absolventen einer Ausbildung in einem Metall-, Elektro- oder Informatikberuf zum/zur staatlich geprüften Techniker/in

Der Automatisierungsgrad der industriellen Produktion aber auch in handwerklichen Werkstätten nimmt unaufhaltsam zu. Die Herstellungsprozesse von Produkten werden digitaler und die vernetzten  Automaten und Roboter immer intelligenter und effizienter. Die Intelligenz bekommen diese automatisierten Prozesse von hochqualifizierten Fachkräften verliehen. Fachkräfte wie Techniker, die die Prozesse aus praktischer Erfahrung kennen und ihr Knowhow bei der Digitalisierung der Produktionsprozesse einbringen. Sie programmieren die Steuerung der Automaten und Roboter. Ein Verbund von mehreren Automaten und Robotern, die untereinander über ein Netz kommunizieren, stellt eine Smart-Factory da. Smart-Factoies können sehr flexibel für die Produktion von verschiedenen Produkten in unterschiedlichen Stückzahlen umgestellt werden. Solchen intelligenten und effizienten Systemen gehört die Zukunft. Ihre Konfiguration, Installation, Programmierung, Inbetriebnahme und Wartung ist die Aufgabe von staatlich geprüften Techniker/innen der Fachrichtung Automatisierungstechnik. 

Die Ferdinand-Braun-Schule verfügt in ihrem 1400 m2 großen Automatisierungszentrum über alle klassischen Komponenten der Automatisierungstechnik. In vier modern ausgestatten Laborräumen stehen den Studierenden jeweils 14 Laborplätze für das Studium der pneumatischen und hydraulischen Steuerung, der Sensorik, der Mess- und Regelungstechnik, der Netzwerktechnik, der Robotik sowie 14 baugleiche mechatronische Sortierautomaten zur Verfügung. Im fünften Laborraum befindet sich eine Smart-Factory. Neben den Laborplätzen stehen in jedem Raum zusätzlich 28 PC-Schülerarbeitsplätze für die Vorbereitung und Simulation von Praxisübungen zur Verfügung, denn jede praktische Automatisierungsübung hat einen digitalen Anteil, der einen automatisierten Prozess anstößt, steuert und überwacht. 

Die Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Automatisierungstechnik ist eine interdisziplinäre Ausbildung, d.h., sie ist eine Aufstiegsfortbildung  für beruflich Qualifizierte der Berufsfelder Metall-, Elektro- und Informationstechnik. Zu Beginn des Studiums werden alle für die Automatisierungstechnik benötigten Grundkenntnisse vermittelt. Dies betrifft die Metall-, Elektro- und Informationstechnik gleichermaßen. Es findet im Fachbereich Automatisierungstechnik nur die Vertiefung der Metall-, Elektro und Informationstechnik statt, die für die Konfiguration, Installation, Programmierung, Inbetriebnahme und Wartung einer Smart-Factory relevant ist. 

Neben dem beruflichen Fachwissen werden in der Technikerausbildung auch Lerninhalte der Bereiche Projektmanagement, Betriebswirtschaft und Personalführung vermittelt. Denn Ziel der Aufstiegsfortbildung ist es auch, Fachkräfte mit einschlägiger Berufsausbildung und Berufserfahrung für Führungsaufgaben im mittleren Management sowie für die unternehmerische Selbstständigkeit zu qualifizieren. Staatlich geprüfte Techniker können sich auf Antrag ohne weitere Prüfung in die Handwerksrolle eintragen lassen und sind damit berechtigt ein zulassungspflichtiges Handwerksunternehmen zu führen. Mit einer Fachschulausbildung erreicht man die höchste Qualifizierungsebene in der beruflichen Bildung. Daneben berechtigt der Abschluss »Staatlich geprüfter Techniker/in« zur Aufnahme eines Studiums an einer Hochschule oder Universität.

Der Staat unterstützt die Fachschulausbildung finanziell mit dem sogenannten »Meister-BAföG«. Es wird Vollzeitstudierenden unabhängig von ihrem Alter gewährt. Die monatliche Unterhaltsleistung wird zu 100% als Zuschuss ohne Kreditanteil vom Staat gezahlt. Das Meister-BAföG erlaubt die Führung eines eigenen studentischen Haushaltes.

Die Laborgebühren (ABl 04/2016, S. 72) für alle vier Semester der Vollzeitform betragen einmalig 200,00 € Mit Beginn des vorletzten Semesters fällt dann nochmal eine Umlagenpauschale von 100 € für die Finanzierung schulischer Projektarbeiten an (siehe § 2(4) Nr. 4 LernMFV). 


Hier gelangen Sie zum Download des Merkblattes für die Anmeldeformulare