Bildung ist ein Privileg

Die Ferdinand-Braun-Schule verabschiedet 79 Absolventinnen und Absolventen der Fachoberschule mit der allgemeinen Fachhochschulreife

Tra­di­tio­nell beginnt die Ver­ab­schie­dung der Fach­ober­schu­le mit einem öku­me­ni­schen Wort­gotts­dienst, der unter dem Mot­to „Check-In“ stand. Pfar­re­rin Ute Kohl und Horst Con­ze haben zusam­men mit den Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten ver­schie­dens­te Bau­stei­ne vor­be­rei­tet. Gleich­zei­tig bot die Andacht auch gut Zeit und Raum, dass die Gemein­schaft dem durch einen Unfall plötz­lich aus dem Leben geris­se­nen Mit­schü­ler Matteo Die­gel­mann geden­ken konn­te. 
Zu Beginn der anschlie­ßen­den Fei­er begrüß­te Ober­stu­di­en­di­rek­to­rin Ulri­ke Vog­ler alle Anwe­sen­den auf das Herz­lichs­te. Frau Vog­ler mach­te das aktu­el­le The­ma Künst­li­che Intel­li­genz (KI) zum Inhalt Ihrer Rede. Sie erklär­te ihre Gren­zen und beton­te, dass mensch­li­che Fähig­kei­ten wie Krea­ti­vi­tät, Empa­thie, mora­li­sches Urteils­ver­mö­gen und Fle­xi­bi­li­tät uner­setz­lich blie­ben. Sie hob her­vor, dass Men­schen ins­be­son­de­re durch Feh­ler ler­nen und sich wei­ter­ent­wi­ckeln, was KI nicht leis­ten kann, da sie nur opti­miert und kei­ne neu­en Ideen her­vor­brin­gen kann. Abschlie­ßend ermu­tig­te sie die Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten, ihre ein­zig­ar­ti­gen mensch­li­chen Kom­pe­ten­zen wei­ter aus­zu­bau­en, damit der Mensch immer Herr­scher aller KI-Pro­zes­se bleibt. Zudem beton­te sie, dass die Türen der Schu­le immer offen­ste­hen, um die jun­gen Men­schen­auf ihrem wei­te­ren Weg zu beglei­ten, wenn es gewünscht wird. Mit der Hoff­nung, dass die Fer­di­nand-Braun-Schu­le und ihre Lehr­kräf­te die Begeis­te­rung in den Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten wecken konn­ten, wünsch­te Ulri­ke Vog­ler ihnen alles Gute und Got­tes Segen.
Hol­ger Jes­tädt, Abtei­lungs­lei­ter der Fach­ober­schu­le erin­ner­te die ehe­ma­li­gen Schü­le­rin­nen und Schü­ler dar­an, dass er ihnen vor zwei Jah­ren gera­ten habe, ihre Zukunft aktiv zu gestal­ten, was sie nun erfolg­reich umge­setzt hät­ten. Er gra­tu­lier­te den Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten sowie ihren Fami­li­en, Lehr­kräf­ten und Unter­stüt­zern herz­lich zum Abschluss und beton­te, dass die­ser Tag den Beginn eines neu­en Lebens­ab­schnitts mar­kier­te. Im wei­te­ren benutz­te er das The­ma „Check-in“ des Got­tes­diens­tes als Meta­pher für den Start in die Zukunft, bei dem die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ent­schei­den, wohin ihre Rei­se gehen soll, sei es Aus­bil­dung, Stu­di­um, sozia­les Jahr oder Dienst bei der Bun­des­wehr. Dabei hob er her­vor, dass neben Wis­sen vor allem Inter­es­se, Neu­gier, Mut, Geduld und Ver­trau­en wich­ti­ge Beglei­ter auf dem Weg sind. Er ermu­tig­te die Absol­ven­ten, Her­aus­for­de­run­gen anzu­neh­men, Rück­schlä­ge zu über­win­den und ihren eige­nen Weg zu fin­den, wobei der Segen und das Ver­trau­en in sich selbst eine wich­ti­ge Rol­le spie­len. Der Abtei­lungs­lei­ter bedank­te sich für die gemein­sa­me Zeit, wür­digt die Leis­tun­gen der jun­gen Men­schen und ver­ab­schie­de­te sich dann von den 79 Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten , indem er ihnen   viel Erfolg, Freu­de und Got­tes Segen auf ihrem wei­te­ren Weg wünsch­te. Er  beton­te, dass Abschied auch immer ein Moment des Rück­blicks und Vor­aus­blicks ist.
Im Anschluss an sei­ne Rede zeich­ne­te Abtei­lungs­lei­ter H. Jes­tädt die Klas­sen­bes­ten aus. In der Klas­se 12FOB, Schwer­punkt Bau­tech­nik, war dies Finn Wet­zel. In der Klas­se 12FOEM, Schwer­punkt Maschen­bau und Elek­tro­tech­nik, waren dies Adri­an Mül­ler (Elek­tro­tech­nik) und Mar­lon Mül­ler (Maschi­nen­bau). Für den Schwer­punkt Gestal­tung in der Klas­se 12FOG wur­de Anto­nia Kul­ke als Klas­sen­bes­te aus­ge­zeich­net. Lina Hof­man (Gestal­tung) und Mar­tin Buch­holz (Maschi­nen­bau) wur­den als Klas­sen­bes­te der Klas­se 12FOGM aus­ge­zeich­net.
Die bes­ten drei Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten eines jeden Schwer­punk­tes wur­den außer­dem mit dem För­der­preis der Ewald-Voll­mer-Stif­tung aus­ge­zeich­net. Die Aus­zeich­nung und die Schecks wur­den durch Herrn Chris­tof Bal­zer als Stif­tungs­ver­tre­ter an fol­gen­de Bes­te über­reicht.
Für den Schwer­punkt Bau­tech­nik waren dies Finn Wet­zel, Fin­ja Reif­schnei­der  und Len Juling . Im Schwer­punkt Elek­tro­tech­nik wur­den Adri­an Mül­ler , Maxi­mi­li­an Zör­gie­bel  und Richard Rein­hardt  aus­ge­zeich­net.
Mar­tin Buch­holz , Mar­lon Mül­ler  und Flo­ri­an Simon wur­den von Herrn Bal­zer für ihre Leis­tun­gen im Bereich Maschi­nen­bau geehrt. Last but not least wur­den im Schwer­punkt Gestal­tung Lina Hof­mann, Sami­ra Straub  und Anto­nia Kul­ke  für ihre sehr guten Leis­tun­gen aus­ge­zeich­net.
Die abschlie­ßen­den Wor­te der Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten über­nah­men Lina Hof­man und Tim Pfle­ger. Bei­de bedank­ten sich bei der Schu­le und den Lehr­kräf­ten für die Unter­stüt­zung wäh­rend der Schul­zeit und hoben die Bedeu­tung der Fach­be­rei­che, ins­be­son­de­re auch des Fach­be­reichs Gestal­tung, her­vor. Sie beton­ten, dass Bil­dung ein Pri­vi­leg sei, das in vie­len Tei­len der Welt nicht selbst­ver­ständ­lich sei, und sie for­der­ten die Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten auf, dank­bar für ihre Chan­cen zu sein. Sie ermu­tig­ten die ehe­ma­li­gen Mit­schü­le­rin­nen und ‑schü­ler, stolz auf ihre Leis­tun­gen zu sein und mutig in die Zukunft zu bli­cken.
Die musi­ka­li­sche Umrah­mung der Ver­ab­schie­dung über­nahm die Leh­rer­band der Ferdinand-Braun-Schule. 

Text und Fotos: M. Wanko