FBS verabschiedet vier Kollegen in den Ruhestand

Ferdinand-Braun-Schule verabschiedet Oberstudienrat Andreas Rink, Fachlehrer Peter Hartmann und das Pfarrerehepaar Ute und Fried-Wilhelm Kohl in den Ruhestand

Im Rah­men einer Fei­er­stun­de ver­ab­schie­det das Kol­le­gi­um, das Schul­lei­tungs­team und gela­de­ne Gäs­te Ober­stu­di­en­rat Andre­as Rink, Fach­leh­rer Peter Hart­mann und das Pfar­rer­ehe­paar Ute und Fried-Wil­helm Kohl in den Ruhestand.

 Andre­as Rink begann im Novem­ber 1991, nach dem Inge­nieurs­stu­di­um der Elek­tro­tech­nik in Chem­nitz und wei­te­ren vier Jah­ren als Pro­gram­mie­rer für Mikro­rech­ner sein Refe­ren­da­ri­at an der Fer­di­nand-Braun-Schu­le. Im Anschluss wur­de er im Febru­ar als Leh­rer an der FBS über­nom­men. Der Schwer­punkt sei­ner unter­richt­li­chen Tätig­keit lag im Bereich der Ver­mitt­lung der Kennt­nis­se und Fähig­kei­ten im Fach­ge­biet Elek­tro­tech­nik. Ob in der Berufs­schu­le, der Fach­ober­schu­le oder im Beruf­li­chen Gym­na­si­um, Andre­as Rink ern­te­te schnell Aner­ken­nung für sei­nen adres­sa­ten­ge­rech­ten, fun­dier­ten und gut vor­be­rei­te­ten Unter­richt. Mit der Beför­de­rung zum Ober­stu­di­en­rat war die Auf­ga­be der Zeug­nis­er­stel­lung ver­bun­den, die er mit sei­ner ruhi­gen und sou­ve­rä­nen Art stets äußerst zuver­läs­sig erfüll­te und dadurch die Klas­sen­lehr­kräf­te ent­las­te­te.  Schul­lei­te­rin Ulri­ke Vog­ler rück­te bei den ver­ab­schie­den­den Wor­ten gera­de die­se her­aus­ra­gen­de Unter­stüt­zung für Schul­lei­tung und Kol­le­gi­um in den Vor­der­grund. Hob­bys wie Rad­fah­ren, Wan­dern, im Win­ter auch Elek­tro­nik-Bas­tel­ar­bei­ten und die Mög­lich­keit mal außer­halb der Feri­en eine Hüt­ten­wan­de­rung in den Alpen zu machen, ste­hen jetzt im Vor­der­grund sei­ner pri­va­ten Zeit.

Nach 24 Jah­ren Tätig­keit in der frei­en Wirt­schaft, bei der Fir­ma Sta­ber­nack GmbH und im Anschluss STI begann Peter Hart­mann im Mai 2003 sei­nen Vor­be­rei­tungs­dienst für den Fach­leh­rer für arbeits­tech­ni­sche Fächer im Berufs­feld Druck­tech­nik an der Fer­di­nand-Braun-Schu­le in Ful­da. Die Prü­fung bestand er mit Aus­zeich­nung. Im Fol­gen­den rich­te­te er die Berei­che Off­set- und Sieb­druck an der FBS ein. Schul­lei­te­rin Ulri­ke Vog­ler bedank­te sich bei Herrn Hart­man ins­be­son­de­re dafür, dass er, mit sei­nen Print­pro­duk­ten, dazu bei­getra­gen hat der Schu­le ein Gesicht nach außen zu geben. Der Schwer­punkt sei­ner unter­richt­li­chen Tätig­keit lag in der Berufs­schu­le. Unter sei­nen ehe­ma­li­gen Aus­zu­bil­den­den fin­den sich auch Hes­sen- und Bun­des­sie­ger. Zusätz­lich zu sei­ner Lehr­tä­tig­keit ist Peter Hart­mann in Prü­fungs­aus­schüs­sen tätig. Von nun an steht mehr Zeit für Fami­lie, Ver­ei­ne und Hob­bys zur Ver­fü­gung. Ein Vor­ha­ben, dass noch die­ses Jahr rea­li­siert wer­den soll, ist eine Lang­wan­de­rung ent­lang der deutsch-deut­schen Grenze.

Pfar­rer Fried-Wil­helm Kohl wech­sel­te im Febru­ar 2020 von der Chris­tus­kir­che Ful­da an die Fer­di­nand-Braun-Schu­le. Der Beginn sei­ner Tätig­keit fiel unmit­tel­bar mit dem coro­nabe­ding­ten Wech­sel zum Home­schoo­ling zusam­men. Der ver­stärk­te Ein­satz von digi­ta­len Medi­en und die Distanz zu sei­nen Schü­le­rin­nen und Schü­lern, in einem so per­sön­li­chen Kon­text, wie Glau­be und Reli­gi­on, präg­te sei­ne ers­te Zeit an der Schu­le.
Herr Kohl leg­te immer Wert auf ein ver­trau­ens­vol­les Ver­hält­nis zu sei­nen Schü­le­rin­nen und Schü­lern, in dem er die Grund­la­ge für den offe­nen Umgang mit anspruchs­vol­len und aktu­el­len The­men, wie Künst­li­che Intel­li­genz, Trans­hu­ma­nis­mus, Tria­ge, mili­tä­ri­sche Kon­flik­te im Nahen Osten und der Ukrai­ne, sieht. Sein unter­richt­li­cher Ein­satz lag in allen Schul­for­men der Fer­di­nand-Braun-Schu­le und wenn er gefragt wur­de, wen er denn an einer beruf­li­chen Schu­le unter­rich­te­te, lau­te­te sei­ne Ant­wort, selbst­ver­ständ­lich mit einem Schmun­zeln: „Evan­ge­li­sche, Katho­li­sche, Mus­li­me und Thü­rin­ger“.
Als High­light, neben der seel­sor­ge­ri­schen Betreu­ung der Schul­ge­mein­de im Schul­all­tag, sah Pfar­rer Kohl die Abschluss­fei­ern und Schulgottesdienste. 

Mit einem von Schü­le­rin­nen und Schü­lern geschrie­be­nen Jesus Rap star­tet Pfar­re­rin Ute Kohl 2006 ihre Tätig­keit als Schul­pfar­re­rin an der Fer­di­nand-Braun-Schu­le. Sie hielt immer Aus­schau nach talen­tier­ten Schü­lern und Schü­le­rin­nen, die Lust haben, sich mit eige­nen The­men und Bega­bun­gen in die Akti­vi­tä­ten der Schul­seel­sor­ge ein­zu­brin­gen. So ent­stan­den ein­zig­ar­ti­ge Schul­got­tes­diens­te, die von Schü­ler­ak­ti­vi­tä­ten getra­gen wur­den und so man­chen Teil­neh­mer stau­nend, beein­druckt und aner­ken­nend in sei­nen All­tag ent­lie­ßen. 2011 ergab sich für Ute Kohl die Mög­lich­keit, nach New York zu den Ver­ein­ten Natio­nen zu rei­sen und dort die Arbeit des Ver­eins Leb­Kom im Kampf gegen Geni­tal­ver­stüm­me­lung vor­zu­stel­len. Aus die­sen Rei­sen erwuchs ein jah­re­lan­ger Kon­takt mit Gestal­ter-Klas­sen, die sich im Reli­gi­ons­un­ter­richt mit dem The­ma beschäf­tigt und in Zusam­men­ar­beit mit dem Ver­ein einen Foto­ka­lender mit Spruch­tex­ten erstell­ten.
Ziel von Pfar­re­rin Kohls Unter­richt, den sie haupt­säch­lich in Berufs­schul- und FOS-Klas­sen hielt, war es, den Reli­gi­ons­un­ter­richt stark zu machen für ein leben­di­ges Inter­es­se an Reli­gio­nen, Chris­ten­tum und Kir­che. Auch unan­ge­neh­me Inter­es­sen wie „Miss­brauch in den Kir­chen“ wur­den nicht aus­ge­las­sen.
Nach dem Aus­schei­den aus dem Kir­chen­dienst setzt das Pfar­rer­ehe­paar Kohl nun  Prio­ri­tä­ten wie Zeit mit der Fami­lie, Hob­bys in der hei­mi­schen Natur und Pil­ger­rei­sen.
Schul­lei­te­rin Ulri­ke Vog­ler wür­dig­te die beson­de­re Leis­tung bei­der Geist­li­chen, die dazu in beson­de­rer und ein­zig­ar­ti­ger Wei­se dazu bei­getra­gen hät­ten, dass in den Beton­mau­ern der Fer­di­nand-Braun-Schu­le die dar­in geleb­te Herz­lich­keit, Men­schen­zu­ge­wandt­heit und der per­sön­li­che Umgang mit sicht­bar gemacht würden.

Die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen der ver­schie­de­nen Abtei­lun­gen und Fach­schaf­ten ver­ab­schie­de­ten sich von den Pen­sio­nä­ren jeweils mit sehr herz­li­chen Wor­ten und per­sön­li­chen Geschenken.

Text und Fotos: M. Wanko